7. Oktober 2016 Miteinander für Integration - Gemeinsam Handeln für berufliche Perspektiven von Geflüchteten im Vogtland

Viele der bei uns ankommenden Flüchtlinge haben das Ziel in Deutschland Fuß zu fassen und sich eine Existenz aufzubauen. Für den Eintritt ins Berufsleben ist jedoch in vielen Bereichen Unterstützung notwendig. Dass der Lebensweg und die beruflichen Entscheidungen der zu uns kommenden Migrantinnen und Migranten von zahlreichen Umständen beeinflusst werden, wurde zur Veranstaltung „Miteinander für Integration - Gemeinsam Handeln für berufliche Perspektiven von Geflüchteten im Vogtland“ am 28. September im Ratssaal in Auerbach deutlich.

In der Diskussion mit 28 Vertretern von regionalen Unternehmen, Arbeitsagentur, Landkreis, Stadtverwaltungen und Wohlfahrtsverbänden zeigte sich aber auch, dass es viele positive Erfahrungen mit Geflüchteten gibt. Besonders hervorzuheben sind hier die vielen ehrenamtlichen Helfer, die seit den ersten Tagen nach der Ankunft im Vogtland ihren Schützlingen bei der Bewältigung bürokratischer Angelegenheiten, Behördengängen und Alltagsproblemen zur Seite stehen. Aber auch Firmen, die eine betriebliche Erprobung für diese Menschen ermöglichten, konnten nur Gutes berichten.

Ziel der Veranstaltung war es, die Integrationsbemühungen in Auerbach und Umgebung zu bündeln, sich über erste Erfahrungen auszutauschen und die Augen für die Problemlagen der anderen zu öffnen. So wurde beispielsweise seitens der ehrenamtlichen Helfer kritisiert, dass die psychologische Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen nicht ausreichend vorhanden ist. Vertreter der Unternehmen problematisierten, dass die sprachlichen Kenntnisse, die in einem Integrationskurs erworben werden, für eine Berufsausbildung junger Flüchtlinge nicht ausreichen. Ulrike Weber, Fachbereichsleiterin bei Witt, merkte hierzu an, dass der vorgeschriebene Umfang von 600 Stunden zur Erlernung einer vollkommen neuen Sprache auch sehr knapp bemessen ist und maximal die Niveaustufe B 1 erreichbar macht.

Den Unternehmen und Behördenvertretern wurden deshalb Möglichkeiten vorgestellt, wie die berufliche Integration durch weiterführende Sprachkurse erfolgen kann. Ab 2017 wird es im Witt Schulungszentrum die vom ESF und BAMF geförderte berufsbezogene Deutschsprachförderung geben, mit welcher das Sprachniveau B 2 erworben werden kann.

Darüber hinaus wurde von der Runde sehr erfreut aufgenommen, dass Witt auf Basis eines neuen sächsischen Programms ab Mitte Oktober Deutschkurse „Deutsch sofort“ auch für die Flüchtlinge anbieten kann, die bislang aufgrund der gesetzlichen Grundlage von der Teilnahme an einem Integrationskurs ausgeschlossen waren.

Um den Asylbewerbern eine Perspektive zu eröffnen, braucht es neben der Deutschförderung auch speziell auf die Zielgruppe zugeschnittene Angebote im Bereich der beruflichen Qualifizierung. Auch hierfür hat das Witt Schulungszentrum verschiedene Angebote, vorwiegend im gewerblichen Bereich, entwickelt und im Angebot, was auch auf großes Interesse stieß.

Am Ende waren sich alle einig, dass dieses Treffen ein Auftakt für mehr Austausch und Vernetzung zum Thema Migration und Integration in Auerbach und Umgebung sein soll.

Den zur Veranstaltung erschienenen Artikel in der Freien Presse können sie hier lesen.

Standorte

Nähere Informationen zu unseren Schulungsorten und wie Sie uns erreichen finden Sie hier.

Standorte

Angebote im Bereich Sozialwesen und Pflege

Gemeinnütziges Schulungszentrum für Sozialwesen

Sie interessieren sich für einen Beruf in der Pflege oder im sozialen Bereich? Unser Schulungszentrum hat sicher das passende Angebot für Sie!

sozialwesen-witt.de